5. Neues Ernährungswissen
Die Lebensmittelmatrix
Die biologische Verfügbarkeit der Vitalstoffe hängt aber nicht nur von ihrer nativen Struktur, ihrer feinen Vermahlung und der Gegenwart der funktionsfähigen richtigen Enzyme ab. Es ist bekannt, dass die Proteinknäuel auf ihren natürlichen Entstehungsträgern zusammen mit Vitaminen und Mineralstoffen ankommen. In dieser Kombination werden sie auch im Körper erkannt. Dazu passt die heute allgemeingültige Erkenntnis, dass Vitamine, die im Zusammenhang mit ihrem natürlichen Entstehungsumfeld in den Körper kommen, weit besser als isolierte Vitamine dem Aufnahmemuster des Körpers entsprechen (Lebensmittelmatrix).
Der anerkannte amerikanische Epidemiologe Professor Dr. David Jacobs. hat in der Auswertung einer Unzahl wissenschaftlicher Studien unzweideutig festgestellt, dass von Bedeutung für unsere Versorgung nicht allein die Inhaltsstoffe sind, die bei einer chemischen Analyse dessen, was wir auf den Essteller legen, enthalten ist. Es ist die Matrix der Nahrung, auf die es ankommt. Früher war der Begriff der Matrix in diesem Kontext unbekannt. Heute versteht man in der Biochemie darunter die aktive Umgebung eines Substrats. Bei den Zellen ist dies die Strecke zwischen den Zellen im Bereich der „gap junctions,“ in der Strukturen ausgemacht wurden, die die Zellen schützen. Bei der Nahrung sind dies die natürlich gewachsenen Nährstoffkomplexe, deren einzelne Bestandteile nur bei gemeinsamer Einbringung auf die Verdauungsflächen des Dünndarms zu einer vollwertigen Nutzung im Körper führen. Jacobs fand in ungezählten Studien bestätigt, dass isolierte Nahrungsbestandteile viel schlechter metabolisiert werden als die Nahrung mit unzerstörter natürlicher Matrix.
Die Matrixtheorie verbindet die Evolution mit der modernen Wissenschaft
Was immer auch an der Matrixtheorie der Nahrung „dran“ ist: mit der nativen AMINAS Vitalkost liegen wir in der wissenschaftlichen Betrachtung und Bewertung weit vorn – bestimmt gerade deshalb, weil wir uns auf das Hunderte von Millionen Jahre und mehr alte innere Wissen der Natur zurückbesinnen.
Die Zell-Zell-Kommunikation
Die Ernährungsexpertin Nicola Siegmund-Schultze weist in der deutschen Ärzte-Zeitung (Heft 3/2008) darauf hin, dass gerade viele alte Menschen trotz „guter Kost“ unterernährt sind. Bei Kontrollen in Krankenhäusern und Seniorenheimen wurde erkannt, dass durchschnittlich mehr als zwei Drittel der Besucher bzw. Bewohner so stark unterernährt sind, dass bei ihnen Muskelmasse, Muskelkraft und Knochendichte signifikant abnehmen. Siegmund-Schultze führt das zurück auf eine „verringerte Anpassungsfähigkeit des Stoffwechsels älterer Menschen an Veränderungen der Energiezufuhr.“ Wie heute in der Ernährungswissenschaft immer noch gang und gäbe befasst sie sich nicht mit den gesicherten Erkenntnissen aus der Biologie über die Bedingungen der Verwertbarkeit unserer Nahrung. Für sie gilt der analytische Wert der Nahrung, wie sie im Krankenhaus und im Heim auf den Teller kommt und nicht das, was der Körper überhaupt verwerten kann. Ihr Rat ist daher der, den Betroffenen abends Eiweißpräparate zu verabreichen.
Mit einer ausreichenden Menge an nativer fein vermahlene Pflanzenkost lässt sich indes jeder Ernährungsmangel schon im Ansatz leicht vermeiden. Wie wichtig es für den Erhalt unserer körperlichen, geistigen und mentalen Funktionsfähigkeit wie für den Erhalt der Gesundheit und die Abwehr von Krankheiten ist, sich täglich komplett mit allen benötigten Vitalstoffen zu ernähren, ist heute allgemein bekannt. Es wird Zeit, das Problem gründlicher anzugehen und das gesicherte Wissen aus der Biologie endlich im täglichen Leben umzusetzen. Die Mikrobiologie gibt uns ständig neues Wissen, das die Bedeutung der Vitalstoffe für die Funktionen des menschlichen Körpers immer klarer macht.
100 Billionen Körperzellen sprechen miteinander, „freie Radikale“ machen sie stumm!
Eine wichtige Entdeckung ist die Zell-Zell-Kommunikation (ZZK). Über kleine Kanäle, die sog. Gap Junctions (GJs), erfolgt nämlich ein Austausch von niedermolekularen Verbindungen zum Zwecke der Signalführung von molekularen und elektrischen Signalen. Ausgetauscht werden auch Nährstoffe. Wer hätte je daran gedacht, dass all die an die nach Schätzungen bis zu 100 Billionen Zellen unseres Körpers, von denen täglich etwa 600 bis 800 Milliarden neu gebildet werden, sich ständig mit ihren Nachbarn unterhalten und Nährstoffe austauschen?! Sie beherrschen sogar drei verschiedene „Sprachen.“ Die Regulation der ZZK erfolgt nämlich auf transkriptioneller, posttranskriptioneller und posttranslationaler Ebene (was immer das heißt). Die ZZK über GJs ist für viele verschiedene zelluläre Funktionen wie z.B. die Regulation von Wachstum, Differenzierung und Entwicklung der Zelle von Bedeutung. Bedenkenswert ist auch, dass bei der Untersuchung von Krebszellen regelmäßig das Fehlen der ZZK festgestellt wird. (Vgl. docserv.uni-duesseldorf.de). Und hier kommt die vitalstoffreiche Ernährung ins Spiel. Nur durch sie wird sichergestellt, dass die berühmten „freien Radikale,“ die schon durch die Sauerstoffversorgung zwangsläufig im Körper entstehen, selbst bei flacher Atmung durch Radikalenfänger wie Carotin, Vitamine in Verbindung mit Fettsäuren und auch Hormonen wie Melatonin im ganzen Körper bekämpft werden, sodass die freien Radikale die ZZK nicht stören können!
Glykonährstoffe
In diesem Zusammenhang sind insbesondere die „acht essenziellen Zuckerstoffe“ von Bedeutung. Nur die ersten zwei dieser Zucker befinden sich in der heutigen Durchschnitts-ernährung, die anderen kann der Körper zwar aufbauen, die Synthese ist aber höchst kompliziert und wird in der Realität – besonders beim erwachsenen Menschen - laufend gestört:
- Glukose (normaler Zucker)
- Galaktose (Milchzucker)
- Mannose
- Fuktose (nicht zu verwechseln mit Fructose)
- Xylose
- N-Acetylglucosamin
- N-Acetylneuraminsäure-Sialinsäure
- N-Acetylgalactosamin
Die essenziellen Zucker verbinden sich im Körper mit Eiweißen und Fetten zu Glykoproteinen und Glykolipden. Die Glykoproteine findet man außen auf allen Körperzellen. Über sie soll die Zell-Zell-Kommunikation ablaufen (vgl. Z.B. Michael Peuser, Kapillaren bestimmen unser Schicksal, Dr. Mondoa/ Kitei, Gesunde Zucker und Elkins, Miracle Sugars).
Ich habe bei einem Selbstversuch mit diesen Glykonährstoffen – ohne direkten Zusammenhang mit der AMINAS @ Vitalkost – experimentiert und habe in kurzer Frist meine langjährigen arthrotischen Beschwerden verloren. Vielleicht helfen diese Stoffe wirklich, verschlissenen Gelenkknorpel wieder aufzubauen, was vielfach gemutmaßt wird. Lesen Sie bei Interesse hierzu meinen Internetbeitrag: Zucker heilt Arthrose / Selbstversuch mit Nahrung und Nahrungsergänzung
Defensine erdolchen Viren und Bakterien
Nach neueren biologischen Forschungen ist jetzt auch bekannt, dass wir mit dem Verzehr pflanzlicher Kost den natürlichen Schutz der Pflanzen gegen ihre Fressfeinde und gegen Giftstoffe für unseren Körper nutzbar machen. Pflanzen setzen seit Abermillionen Jahren auf spezifische zwischen 33 bis 47 Aminosäuremoleküle lange Peptide, die – was genau ermittelt wurde – drei Disulfidbrücken besitzen. Diese Defensine genannten Eiweißstoffe, die in allen tierischen Organismen und höheren Pflanzen vorkommen, wehren erfolgreich besonders alle mikrobiellen Erreger, aber auch Viren ab, indem sie sie quasi mit vorstehenden Spitzen erdolchen. Auch beim Menschen findet man sie überall und zahlreich auf allen Haut- und Schleimhautoberflächen. Festgestellt wurde, dass während einer Entzündungsreaktion die körpereigene Produktion der Defensine ansteigt. Mit dem klugen regelmäßigen Verzehr fein vermahlener in ihren Vitalstoffen weitgehend unbeschädigter Pflanzenkost (nativer Nahrung) schaffen wir die besten Voraussetzungen, dass die Baustoffe für den Schutz unserer Haut auch immer zur Verfügung stehen. Noch ist viel über die Wirkungen zu erforschen. Es ist damit zu rechnen, dass bald erkannt wird, dass viele durch Bakterien und Viren verursachte Störungen so ohne alle Medikamente abgewehrt werden. Der Wert dieses natürlichen Schutzes ist für die Menschen von großem Wert, weil die medizinisch wichtgen Antibiotika angesichts der immer weiter steigenden Resistenz von Bakterien immer weniger helfen. Gegen Viren gibt es ohnehin nur die körpereigenen Abwehrkräfte auf der Haut und im ganzen System des Körpers.
Weiterführende Links
Lesen Sie bei Interesse meine hierzu weiterführenden Beiträge in der Readers Edition:
Zucker heilt Arthrose: Selbstversuch mit Nahrung und Nahrungsergänzung