2. Schäden durch Schlingen der Rohkost
Die meisten von uns nehmen zwar auch heute noch regelmäßig rohe Pflanzenkost zu uns, beispielsweise grünen Salat. Wir sind aber zu faul, rohe Kost mit den Zähnen faserfein zu vermahlen. Wir halten "Schlingzeit statt Mahlzeit" (Dr. Dahlke). So kommen wir an den wertvollen Inhalt der Pflanzenzellen aber nicht heran, weil unsere Verdauungssäfte nicht in der Lage sind, die Zellulosepanzer der Pflanzenzellen aufzubrechen. Ähnlich ist es mit den Chitinpanzern der Zellen von Pilzen. Ihr Inhalt fault während der langen Darmpassage und gibt giftige Gase ab. Der Inhalt der wenigen offenen Zellen liegt dagegen mit weiterem Nahrungsbrei in der aggressiven Salzsäure des Magens, die die Proteine denaturieren lässt und auch viele Vitamine zerstört. Mit einem pH-Wert von 1.0 -1.5 liegt die Magensäure immerhin ganz dicht bei der aggressiven Batteriesäure. Gewiss werden in diesem Milieu auch Mineralstoffe oxidiert.
In der Tat gibt es die uralte, ganz einfache Methode, den ganzen Dünndarm an die Arbeit zu bringen. Man muss nur so wie unsere evolutionären Vorläufer und alle heutigen Primaten rohe, höchst fein vermahlene pflanzliche Kost gut eingespeichelt oder auch zusammen mit reichlich anderer Flüssigkeit zu sich nehmen.
Unsere „normale“ Nahrung wird nach dem Verzehr und vor der Verstoffwechslung im Dünndarm erst einmal zum Nahrungsbrei, dem sog. Chymus. Dieser wird im Magen festgehalten und ausgiebig der Magensäure ausgesetzt, bis der Magenpförtner ihn im Takt einiger Minuten in kleinen Portionen an den Dünndarm abgibt.
Direkte Verstoffwechslung: Wässrige Nährlösung statt Nahrungsbrei
Ein wässriger Nahrungsfilm aus roher fein vermahlener Pflanzenkost dagegen durchläuft den Magen nur entlang seiner die Magenwände vor der Salzsäure des Magens schützenden Wasserschicht, passiert ungehindert den Magenpförtner und ergießt sich über das riesige Verdauungsepithel des Dünndarms. Roh muss die Nahrung schon deswegen sein, damit ihre Faserstrukturen erhalten bleiben. Ohne diese würde sie in sich und mit anderer Nahrung zum Nahrungsbrei verklumpen. Fein vermahlen und in Flüssigkeit nicht aufgelöst, sondern darin nur verlöst kommt die natürliche Pflanzenkost mit ihren Aminosäuren, Vitaminen, Enzymen, Glykonährstoffen, Pigmenten, Mineralstoffen und den vielen anderen Nebenstoffen in ganzen Paketen bzw. Knäueln in den Dünndarm, wo sie von den Enzymen in ihre Bestandteile aufgespalten werden. Die abgeteilten Stoffe gelangen dann durch die Darmbarriere in die Blutbahn und von dort mit dem Blutstrom bis in die letzten Körperzellen. Das Herz befördert dabei wie schon ausgefüht die gesamte Blutmenge in jeder Minute einmal vollständig durch das System.
Leider tun wir uns schwer mit dieser Essweise. Wir sind zu faul, so lange auf roher Kost herum zu beißen, bis auch die letzen Pflanzenzellen geöffnet sind. Und dennoch kann es keinen Zweifel geben: das ist die Essweise, die die Natur für uns gewählt hat.
Wer in diesem Punkte seit Jahrzehnten alles richtig macht ist der unverwüstliche Johannes Heesters, geb. am 5.12.1903, der sich von seiner Frau Simone Rethel jeden Morgen als erste Nahrung einen nur gewärmten rohen Körnerbrei servieren lässt. Bei Interesse können Sie mehr darüber lesen in meinem Intenetbeitrag über Johannes Heesters.
Am Ende verursacht solcher Verzehr roher Pflanzenkost nur gesundheitliche Schäden. Unsere Verdauungssäfte können nämlich die Zellulosepanzer der Pflanzenzellen nicht aufbrechen. Ihr Inhalt bleibt uns daher verschlossen und fault während der langen Darmpassage, wobei giftige Gase in den Körper gelangen. Diese Gifte, soweit sie nicht mit übel riechenden Winden abgehen, müssen dann über die Leber entsorgt werden.
Leberzirrhose durch falsche Essweise bei Rohkost?
Es ist anzunehmen, dass die Leber gerade bei einigen ganz besonders gesundheitsbewussten Frauen, die viel Rohkost essen, sie aber nicht kauen, überfordert wird. Unter Ärzten gibt es ein offenes Gerücht, dass manche Frauen, die nie Alkohol getrunken hatten, wegen übermäßigem Verzehr von Rohkost an Leberzirrhose erkranken.
Weiterführende Links
Lesen Sie bei Interesse meine hierzu weiterführenden Beiträge in der Readers Edition: