1. Herkömmliche enzymlose Nahrung mit denaturierten Proteine

Keine Verdauung ohne Enzyme

Die heutige „herkömmliche Ernährung" setzt zu mehr als 90 % auf gekochte, gebackene und gebratene Nahrung. Bei Temperaturen über 40° C fangen aber die in der Nahrung enthaltenen Enzyme an, abzusterben.  Ab 55 °C gibt es in der Nahrung gar keine funktionsfähigen pflanzlichen Enzyme mehr. Diese braucht unser Körper aber dringend als Hilfe bei der Verdauung. Allgemein rechnet man damit, dass die pflanzlichen Enzyme 70 % der anfallenden Verdauungsarbeit leisten müssen. Vielfach wird empfohlen, immer wieder frisches Obst zu essen, um dessen Enzyme nutzen zu können. Enzyme aber sind Eiweißverbindungen und Obst- mit seltenen Ausnahmen wie Bananen - enthält sehr wenig Eiweiß. Obst ist insoweit nicht viel mehr als eine leckere Zugabe der Natur (Dr. Schnitzer), auch wenn es wertvolle Vitamine und Nebenstoffe hat.

Die Verstoffwechslung der Proteine ist problematischer als die von Kohlenhydraten oder Fetten, weil unser Körper für die eiweißspaltenden Enzyme kein Depot oder Reservoir hat. Bringt die Nahrung keine solchen Enzyme mit, müssen die körpereigenen Enzyme reichen, die von der Bauchspeicheldrüse nur ganz allmählich Tröpchen für Tröpfchen abgesondert werden. Proteine kommen in verschiedenen Größen vor, sie beinhalten bis zu 30.000 Aminosäuremolküle und ungezählte einzelne Vitamine und Enzyme. Sind die mitgebrachten Nahrungsenzyme funktionsfähig, werden selbst die größten Proteinkomplexe von ihnen in fast lawinenartiger Rasanz in ihre Einzelteile zerlegt. Diese Vorgänge machen deutlich, dass rohe enzymhaltige Kost mit ihren Vitalstoffen viel gründlicher ausgenutzt wird als die, deren Enzyme durch Erhitzung zerstört wurden.

 

 Enzyme sind wählerisch

Viel spricht dafür, dass unsere Vorliebe für erhitzte enzymentreicherte Kost die reguläre Versorgung unseres Körpers mit Eiweiß stark beeinträchtigt. Proteine haben unterschiedliche Strukturen, Primär- Sekundär- Tertiär- und Quartärstruktur. Die Primärstruktur ist die Aminosäuresequenz, also die Abfolge der Aminosäuren in Aneinanderreihung in einer Kette. Die Sekundärstruktur ist eine räumliche Verwindung dieser Kette, ähnlich einer Spirale und die Tertiärstruktur schließlich ist eine nochmalige räumliche Verwindung und Faltung der Spirale in- und umeinander, die bei der Quartärstruktur noch komplexer ist. Das Protein ist bei den höhereen Strukturen also eine Art 'Knäuel' mit einem ganz spezifischen Aufbau. Es setzt sich aus einer sehr großen Zahl von Aminosäuren zusammen, die teils an die 30.000 Glieder umfassen. Diese Knäuel müssen im Körper in ihre Bestandteile zerlegt werden - und das machen die Enzyme. Leider gelingt die Aufschlüsselung der Nahrung im Dünndarm bei „Normalkost“ sehr oft oder gar regelmäßig nur unvollständig. 

Der Grund dafür liegt darin, dass die Enzyme höchst kritische Futterverwerter sind. In der Erfüllung ihrer Aufgabe, Proteine zu spalten, agieren sie häufig „substratspezifisch,“ wie es in der Biochemie heißt. Solche Enzyme zerlegen  ausschließlich spezifisch bestimmte Proteine. Verändert sich das Protein in seiner äußeren Form, dann 'passt' das Enzym nicht mehr, genau wie ein Schlüssel nicht mehr ins Schloss passt, wenn man das Schloss verändert. 

Die chemischen Werkzeuge der Enzyme, sog. heiße Zonen auf ihren Molekülketten, passen nur auf ganz bestimmte molekulare Formen der ankommenden Eiweiße. Die Natur hat diese Formen ebenso wie die dazu passenden Werkzeuge der Enzyme in Hunderten von Millionen Jahren entwickelt. In den wenigen Millionen Jahren seit wir Menschen auf der Erde sind, haben wir uns immer mehr darauf verlegt, diese Muster systematisch zu zerstören. Die Natur bietet uns in überreichem Maße native voll biologisch verfügbare Nahrung an. In unserer Unvernunft denaturieren wir sie fortwährend. Was nicht durch Hitzebehandlung denaturiert wird, also roh verzehrt wird, bleibt bei der heute fast allein üblichen faulen Essweise nach dem Verzehr erst einmal als Nahrungsbrei im Magen liegen.   

Auch die Magensäure denaturiert die Proteine und entwertet die Nahrung   

Der Nahrungsbrei wird i.d.R.  stundenlang in der Salzsäure des Magens geschwenkt, die fast so aggressiv ist wie Batteriesäure. Dies zerstört bei langem Aufenthalt im Magen die nativen Formen der Proteine  ebenso effektiv wie lang anhaltende große Hitze das tut. Das bedeutet, dass auch solche rohe Pflanzenkost von den Enzymen nicht oder nur schlecht erkannt und aufgespalten wird, die durch mechanisches Zerbeißen ihrer Zellen überhaupt den Körpersäften zugänglich werden. Bei nur kurzer Einwirkung der Magensäure hat man zwar beobachtet, dass sich gelegentlich nach der Entfernung der Säure die alten Formen wieder zurückstellen, dies aber eben nicht generell. Die Verweildauer des Nahrungsbreis im Magen ist aber regelmäßig sehr lang. Zum Beispiel werden bei Blattspinat bis zu 4 Stunden angegeben. Bei der heute fast allgemein üblichen Mischkost aus eiweiß-, fett- und kohlhydrathaltigen Speisen geht es natürlich um noch viel längere Zeiten. 

Leuchten der Nahrung auf Quantenebene

Professor F.A. Popp hat als Erster entdeckt, dass man die Funktionsfähigkeit der Enzyme auf der Quantenebene sogar messen kann. Sind sie noch nicht tot, „leuchten“ sie, wenn auch nur im subatomaren Bereich. Die regelmäßige Abtötung der Enzyme betrifft zwar nur die in der Nahrung enthaltenen, nicht die körpereigenen Enzyme. Die Nahrungsenzyme nehmen unseren überall im Körper benötigten körpereigenen Enzymen aber rd. 70 % der Verdauungsarbeit ab. Da unser Vorrat an körpereigenen Enzymen im Laufe des Lebens nur ab- und niemals zunimmt, ist die Hilfe der Phytoenzyme bei der Verstoffwechslung der Nahrung von größtem Wert. Übrigens: Professor Popp hat das Leuchten auf Quantenebene bei Überprüfungen der AMINAS ® Vitalkost gefunden! 

Aber ist rohe Pflanzenkost überhaupt eine natürliche Ernährung ?  

in ihrem über weite Strecken interesanten Buch "Wer gesund isst, stirbt früher",2008, BlV, stellen der bekannte Lebensmittelchemiker Udo Pollmer und die Diplombiologin Dr. Monika Nierhaus die Frage, ob Vollwertkost überhaupt eine für den Menschen gesunde Ernährung ist. Sie beantworten die Frage so (S.174): "Für einen Kornkäfer oder eine Maus auf jeden Fall, aber nicht für einen Menschen. In den äußeren Schichten des Getreidekorns sitzen zahlreiche pflanzliche Abwehrstoffe, darunter Gliadine, die bei entsprechender Veranlagung chronische Darmentzündungen wie Zöliakie auslösen können. Dazu Enzymblocker wie Alpha-Amylase-Hemmer, die nicht nur massive Blähungen, sondern auch Allergien auslösen, und Phytate, die die Aufnahme von Mineralstoffen stören und im Ernstfall sogar zu Rachitis (Knochenerweichung) führen können." In dasselbe Horn stößt auch der Naturheilmediziner Gunter Frank,"Lizenz zum Essen", 2009, Piper, der als Abwehrwaffen der Pflanzen gegen und Menschen als Fressfeinde aufzählt: Lektine, Gliadin, Enzyminhibitoren, Phytinsäure, Nicht-Stärke-Polysccharide (NSP) und Alkylrsorcine. Pollmer und Frank schütten aber das Kind mit dem Bade aus indem sie erklären, wir könnten mit roher Vollwertkost nur Schaden nehmen.

Wie immer aber macht erst die Dosis das Gift. Weil gerade die Phytinsäure aus Getreide und getreideähnelichen Samen wie auch Amaranth und Quinoa, die sich im Verdaungstrakt alsbald in die giftigen Phytate umwandeln, in größerer Menge schädlich sind, kann man doch ihre Nutzung in kleinen gut verträglichen Mengen nicht verteufeln! Zumal: wie sonst soll der Mensch denn ausreichend funktionsfähige Enzyme in den Körper kriegen? Solche rohe Samen bringen zudem nicht nur alles an Aminosäuren mit sich, was dringend für den Prozess der Synthese des Neurohormons Serotonin benötigt wird. Sie beinhalten auch wertvollste Vitamine wie insbesondere Vitamin B 12 und eine Unzahl wertvoller sekundärer Nebenstoffe wie Carotinoide, Phytosterine und Phytoöstrogene, die unverzichtbar sind.

Wir brauchen hier nicht zu entscheiden, ob eine reine oder überwiegende Rohkost für den Menschen vorteilhaft oder gar schädlich ist. Eine kleine Menge, wie sie -zudem noch in zwei Schüben- durch den einen Esslöffel der AMINAS Vitalkost zur Verstoffwechslung kommt, hat jedenfalls ihre ganz großen Vorteile. Die zwei Schübe sind zum einen die direkte Metabolisierung der in der AMINAS Vitalkost enthaltenen feinen Pflanzenmehle, zum anderen ist es die "normale" Verdauung aller anderen Stoffe der Mischungen (Flakes, Pops), die erst im Magen landen und nur im Takte einiger Minuten in kleinen Portiönchen vom Magenpförtner zur Verstoffwechslung in den Dünndarm eingelassen werden.

Tödliche Eiweißmast

Unser Körper ist auch im übrigen nicht darauf eingerichtet, größere Mengen Eiweiß kurzfristig zu verstoffwechseln. Denn die eiweißspaltenden Enzyme, die der Körper selbst zur Verfügung stellt, kommen nur in geringen Mengen tröpfchenweise aus der Bauspeicheldrüse. Fett können wir wegen des Depot an fettspaltenden Enzymen in der Gallenblase in größeren Mengen verarbeiten, Eiweiße nicht. Es ist anzunehmen, dass bei übertriebener Zufuhr von Eiweiß über denaturierte Nahrung nicht hinreichend gespaltene Proteine die Darmbarriere durchdringen und im Körper, besonders in den Arterien, als Schlacken eingelagert werden (Dr. Schnitzer). Die dadurch unflexibel gewordenen Arterien können das Blut dann nur noch mit überhöhtem Blutdruck befördern. Unsere Systeme können jedenfalls überschüssiges Eiweiß nur begrenzt ausscheiden.   

Die FAO in Rom rät, täglich nur 40 Gramm Eiweiß zu verzehren. Andere reden von 100 Gramm. Das aber sollte für den Regelfall wirklich die Obergrenze sein. Bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg war es allgemein üblich, dass es nur einmal in der Woche eine überschaubare Menge Fleisch gab, den sog. Sonntagsbraten. Damals waren Bluthochdruck, Diabetes und Herzinfarkt seltene Krankheiten. Heute sind dies „Volkskrankheiten,“ deren Behandlung die Sozialbudgets von Staat und Gesellschaft sprengen. Dass man diese Krankheiten möglicherweise durch Behebung ihrer Ursachen beseitigen könnte, will kaum jemand wissen. Ein Blick in die Natur zeigt uns, dass  alle naturnah lebende Wesen, also wirklich alle unsere Mitgeschöpfe die vielen Krankheiten, unter denen wir endlos leiden, gar nicht kennen.  Hans-Ulrich Grimm „Die Kalorien-Lüge, Watson Books, 2008) hat dazu ein schönes Bild gefunden: 

„Es gibt keine dicken Adler.“   

Die Denaturierung der Proteine macht sie zwar nicht gleich ganz zu Abfall, denn einige Enzyme wirken weniger substratspezifisch, aber mit steigendem Grad der Schädigung ist das Protein immer weniger verwertbar. Was uns von der in den Proteinen denaturierten Nahrung effektiv noch zugute kommt, weiß niemand. Denn nach solchen Dingen forscht ja niemand.