3. Die allgemeine Unterversorgung mit dem Steuerhormon Serotonin

Unterversorgung mit Serotonin

Nach den in der Ernährungswissenschaft und in der Endokrinologie auf der Basis biologischer und neurobiologischer Forschungen gesicherten Erkenntnissen ist die Versorgung des menschlichen Gehirns mit dem zentralsten aller Neurohormone, dem „Wohlfühlhormon“  Serotonin sehr oft unzureichend, oft sogar chronisch (vgl. z.B. PD. Dr. Alexander Römmler, „Das Serotonin-Defizit-Syndrom", Zs.f.Orthomol.Med. 2005; 3; 15-18). Dass dieses Neurohormon so häufig vielen Menschen fehlt, sieht man sehr deutlich an der großen Zahl der ärztlichen Verschreibungen von Psychopharmaka, die vorwiegend durch die Hemmung des Rückbaus von Serotonin in den Körper das vorhandene Defizit an Serotonin kaschieren sollen (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). 

Das Hormon Serotonin wird  im Körper außerhalb des Gehirns als Gewebehormon in einer Menge von 10 mg am Tage gebraucht, besonders in der Lunge, beim Aufbau der Blutplättchen und im Darmtrakt. Getrennt davon durch die Blut-Hirn-Schranke wird im Gehirn wie gesagt die weit geringere Menge von bloßen 0,1 mg Serotonin am Tage benötigt. Auf sie kommt es aber ganz besonders an. Die Serotoninmenge im Körper zu messen erlaubt auf keine Weise Rückschlüsse auf den Serotoningehalt im das Gehirn umgebenden Nervenwasser.

Es entspricht allgemeiner Auffassung, dass sich das zerebrale Serotonin in gewissem Umfang vermehrt beim Aufenthalt im Freien, besonders bei Sonnenschein und bei der Bewegung in frischer Luft bildet – aber eben sehr häufig in nicht in ausreichender Menge. Festgestellt hat man auch, dass es sich in Herbst und Winter und im Norden schlechter bildet als im Frühjahr und Sommer und im sonnigeren Süden. Man spricht daher auch von Herbst- und Winterdepresssionen und kennt ein Nord-Süd-Gefälle bei der Suizid-Häufigkeit. Serotonin ist ja u.a. auch als das Suizid-Kontrollhormon bekannt.

Sicher kann man nachvollziehen, dass die Synthese heutzutage nicht besonders erfolgreich sein kann, wenn es doch für Pflanzenfresser normal ist, jeden Tag mit fein vermahlener roher Pflanzenkost zu beginnen, die ganz leicht den Tagesbedarf an zerebralem Serotonin weckt wie nachfolgend aufgezeigt wird.

Ergänzend zu erwähnen ist, dass in bescheidenem Maße Serotonin auch gelockt wird durch den Verzehr von Schokolade und Bananen, wohl weil beide mehr vom Hauptbaustein für Serotonin, der essenziellen Aminosäure L-Tryptophan, ins Blut bringen. Aber selbst das zweimalige Schlucken von L-Tryptophan-Tabletten am Tag mit der phantastisch hoch anmutenden Ladung von 500 Milligramm oder von 5-HTP, eines chemischen Zwischenschritts auf dem Weg zum Hormon selbst, zeigt nur sehr geringe positive Wirkung. Man soll nach Meinung von Experten mehrere Wochen lang diese Produkte schlucken, bis eine Wirkung eintritt. 

Wer den komplizierten Weg des Hauptbausteins L-Tryptophan durch den Körper kennt (s.u.), versteht, dass auch Ausdauertraining unter günstigen Bedingungen i(s.u.) zu einer Erhöhung des Serotoninspiegels im Nervenwasser beiträgt – und nicht nur eine Ausschüttung von Endorphinen. Die Wirkung der Endorphine ist nämlich zeitlich sehr begrenzt, während Serotonin die sehr lange Halbwertzeit von 21 Stunden hat. Viele Ausdauersportler verfolgen ihren Sport mit einer Intensität, die verwundern kann. Die Weckung des zerebralen Serotonin mit der Verbesserung der ganzen Lebensstimmung ist ganz offenbar der Grund dafür. 

Aus meinen nachfolgenden Darlegungen wird deutlich, dass die Menschen in ihrer großen Zahl dauerhaft an der Unterversorgung mit dem zerebralen Serotonin leiden, seit sie in Urzeiten davon abgegangen sind, auf den leeren Magen rohe Pflanzenkost zu verzehren und diese fein zu vermahlen und mit viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Neue Einsichten/09.09.09:

Schopenhauer hat das kluge Wort gesagt, dass wertvolle neue Erkenntnisse immer erst verlacht und dann bekämpft werden. Am Ende schaut aber jeder den anderen an unf fragt sich, warum der so dumm war, die Richtigkeit nicht schon immer erkannt zu haben.

Manche Erkenntnisse, selbst wenn sie einem nachträglich als ganz selbstverständlich erscheinen, scheinen sich tatsächlich lange zu verstecken, bevor sie dann ganz plötzlich auf den Plan kommen. Dies ist so eine: wir Menschen entwickeln ganz zuverlässig auch ohne jede Nachhilfe "unser" zerebrales Serotonin, wenn wir nur folgende zwei Schritte gehen:

(1) Wir müssen uns auspowern, etwa durch ein Ausdauertrainig oder angestrengte Gartenarbeit.

(2) Vorher müssen wir wirklich vitalstoffreich gegessen haben.

Und das soll reichen? Lesen Sie nach unter "7. Die Alleinstellung von L-Tryptophan" und "8. Das mächtige Verdauungssignal."

Es gibt nämlich abschließend nur zwei Wege zum zerebralen Serotonin.

Sich nach klugem Essen ganz auszupowern ist der eine. Ihn kann man kaum täglich gehen.

Der zweite Weg ist der der AMINAS Vitalkost, das ist der sicherste und einfachstee Weg für jedermann. Denn er bildet die Wirkungskette bei der Ernährung von Wesen unserer Art Primaten nach, in denen sich in der Evolution unser Verdauungstrakt und seine Anbindung an die horminell-mentalen Systeme herausgebidet hat.